Aktien oder Immobilien? – Pro und Contra Immobilien

Pro Immobilien

  • Günstige Bauzinsen
    In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase lohnt der Kauf einer Immobilie gegenüber dem Wohnen zur Miete sogar dann, wenn die gekaufte Immobilie im Wert sinkt. Stiftung Warentest hat dies in Heft April 2015 anhand eines Wertverlustes in Höhe von 20% in 20 Jahren vorgerechnet. Am Ende hatte der Immobilienkäufer trotzdem ein höheres Vermögen als der Mieter.
  • Inflationärer Schutz
    Wie titelte der Spiegel doch jüngst sehr schön: Geldanlage bei Niedrigzinsen: Rendite ohne Risiko gibt’s nicht mehr! Darum sollten auch ängstliche Naturen die Ausdehnung ihres Anlagespektrums über das vermeintlich sichere Festgeld hinaus in Erwägung ziehen. Immobillien gewähren als Sachwert noch stärker als Aktien einen gewissenSchutz vor Inflation und vermitteln dadurch ein Gefühl von Sicherheit. Sie drängen sich von daher als Ergänzung eines monetären Portfolios geradezu auf
  • Steigende Preise in Citylagen
    Steigende Tendenz für Immobilienpreise sehen viele zukünftig in Stadt- und Stadtrandlagen mit attraktiver Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, Ärztedichte, Kindergartenbetreuung, Freizeitmöglichkeiten inkl. Natur). Dörfliche und strukturschwache Regionen haben hingegen jetzt schon mit sinkenden Einwohnerzahlen und dadurch hervorgerufenen Wertverlust zu kämpfen.

    Praxisbeispiel Berlin – Tempelhof
    Die Gedankenspiele von Immobilien-Groß-Investoren wie die Mähren Gruppe lassen sich anschaulich am Beispiel des Gebietes um den ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof verdeutlichen. Die Gruppe hatte dort Ende April 2014 ihr Immobilienportfolio um 136 Wohneinheiten erweitert. Nach Wegfall des Flughafenbetriebes kann dieser „neue“ Stadtteil dann mit einer ruhigen Lage und mannigfaltigen Grünflächen punkten. Urbanes Wohnen im Grünen ist sicherlich ein Zukunftstrend, den die Investoren bei Ihrer Investitionsentscheidung zugrunde gelegt hatten.
    Tipp: Auch als Privatanleger ist man vermutlich gut beraten, sich die Immobilienentscheidungen von Maklern näher anzusehen und daraus Schlüsse für eigenen Entscheidungen zu ziehen. Auf der anderen Seite sind auch auch Immobilienprofis nicht gegen Fehlentscheidungen immun und können auch beim Platzen einer Immobilienblase in den Ruin taumeln.

  • Am Ende besser dastehen als der Mieter
    Wenn der Kaufpreis der Immobilie über die Jahre konstant bleibt oder sogar steigt, erfreut sich der Immobilienkäufer am Ende eines deutlich höheren Vermögens als der Mieter. Zudem kommt neben der rechnerischen Überlegenheit ein qualitativer Vorteil hinzu: Ein Käufer muss sparen, wird durch den Hypothekenkredit gezwungen. Ein Mieter, der seine Habe in Festgeld anlegt, findet sich stets der Versuchung unterzogen, doch lieber etwas mehr Geld für den nächsten Urlaub, das größere Auto, den teuren Anzug etc. auszugeben, statt den Euro im Sparsäckel zu belassen. Wohnungen und Häuser im Portfolio schnüren diesen Sack zu!
  • Staatliche Förderung
    Die Zubrote des Staates zum Immobilienkauf sind einer weiterer Pluspunkt bei der Geldanlage in eine Immobilie. Sind Sie Riester förderberechtigt? Wenn Ihre Bank dann noch die Integration einer Riesterförderung anbietet, sollten Sie diese auch nutzen. Finanztest empfiehlt zurzeit die Riesterkombikredite einiger Bausparkassen. Allerdings sollte Ihr riestergeförderter Kreditvertrag keinen (oder fast keinen) höheren Effektivzins aufweisen als das Pendant ohne Riester-Beteiligung.

 

Contra Immobilien

Immobilie ist nicht gleich Immobilie.  Es kommt immer darauf an, ein lohnendes Objekt zu finden. Anfallende Reparaturen müssen im Vorhinein mit eingerechnet werden. Im Falle eines Renditeobjektes gilt es, die Frage zu beantworten: Lohnt die Miete pro Quadratmeter noch, auch wenn Verwaltung und Nebenkosten davon abgezogen werden?

  • Hohe Kaufnebenkosten
    Sowohl für selbstnutzende Immobilienkäufer als auch für Vermieter wichtig: Der Kauf einer Immobilie kostet am Anfang 10 bis 15 Prozent an Nebenkosten. Soll die Immobilie schnell wieder verkauft werden bzw. machen äußere Umstände (Scheidung, Umzug durch Jobwechsel) dies notwendig, können durch einen daraus resultierenden Notverkauf hohe Verluste entstehen.

 

  • Lange Bindungsfrist, wenig Streuung
    Der psychologische Vorteil des Sparzwanges hat – wie jedes Ding auf Erden – zwei Seiten. Das Kapital ist in einer Immobilie langfristig gebunden und kann nicht schnell umgeschichtet werden. Da viele Wohnungs- und Hauskäufer ihr gesamtes Sparvermögen in die Immobilie stecken, bleibt kein Spielraum mehr für eine risikominimierende Streuung des eigenen Sparkapitals.

    Zudem kann es auch zu einer Verzögerung des Verkaufes kommen, selbst wenn der Immobilienmarkt vor Ort an sich boomend ist. Die jeweilige Immobilie mag Nachteile haben, die sie schwerer verkäuflich macht. Hier braucht der Verkäufer dann einen langen Atem, wenn er nicht mit Preisabschlag losschlagen möchte.

 

  • Punktuelle Preisblase bei Immobilien
    Der Kauf einer Immobilie lohnt besonders dann, wenn Spielraum für eine Preisentwicklung nach oben besteht. In einigen Lagen Deutschlands werden momentan aber Preise für Immobilien gefordert, die in Zukunft vermutlich nur einen Weg kennen: nach unten.

 

Teilen Sie den Kaufpreis der Immobilie durch die darin tatsächlich erzielte Nettokaltmiete pro Jahr. Bei resultierenden Werten von über 25 steigt die Gefahr, dass der avisierte Preis überteuert ist.

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